Aufgrund der hohen Temperaturen der letzten Wochen konnte in Oberhof kein Kunstschnee produziert werden. Mit grossem Aufwand und grossem Einsatz aller Beteiligten wurde eine 1.5 km lange Runde erstellt. Den Auftakt der Tour de Ski bildete ein 4.5 km langer Prolog. Regen weichte den Schnee auf. Damit wurden die Verhältnisse immer anspruchsvoller. Ich startete zu schnell und büsste auf dem letzten Kilometer viel  Zeit ein.

Die zweite Etappe – ein Skating Sprint – gelang mir viel besser. Im Prolog lief ich die neuntbeste Zeit. Im Viertelfinal unterlief mir in der letzten Kurve ein kleiner aber entscheidender Fehler. Auf der Zielgeraden wurde es trotzdem nochmals eng. Da auf der Zielgeraden nur drei Korridore vorhanden waren hatte ich keinen Platz zum überholen. Ich wurde in diesem Head 4. Mit dem siebzehnten Schlussrang bin ich zufrieden. Ich ging mit einem guten Gefühl nach Lenzerheide.

An Silvester trugen mich die Zuschauer im Prolog über die zwei Runden. Ich schaffte die Qualifikation als Fünfzehnter. Im Viertelfinal lief ich taktisch perfekt und konnte mich mit einem sehr guten Schlussspurt direkt für die Halbfinals qualifizieren. Auch im Halbfinal witterte ich meine Chance. Auf der zweiten Runde bremste mich ein anderer Läufer aus. Danach fehlte mir die Kraft um nochmals anzugreifen. 12ter Schlussrang! Ein wichtiges Resultat im Hinblick auf die Olympischen Spiele.

Nach dem Sprint in der Lenzerheide beendete ich die Tour de Ski. Ich bedanke mich für die tolle Unterstützung und für die phantastische Stimmung in Lenz. Es war für mich ein wunderbares Gefühl vor so einer Kulisse laufen zu können. Auch an diejenigen, die zu Hause mit gefiebert haben ein herzliches Dankeschön.

Nun geht es am 11. Januar in Nove Mesto (CZE) und am 18. Januar in Polen mit zwei Skating Sprints weiter. Zwei weitere Chancen, um die Selektionskriterien für die Olympischen Spiele zu erfüllen.